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Kitzrettung / Jungwildrettung…warum?

Wald, Wiese und Felder sind der Lebensraum zahlreicher Wildtiere, Vögel, Insekten und anderen Tierarten (Fauna).

Die Zeiträume von etwa Ende April / Anfang Mai bis etwa Ende Juli / Anfang August zählen u.a. zur „Kinderstube“ unserer heimischen Tierwelt (Setz- und Brutzeiten).

Viele unserer heimischen Tierarten, insbesondere auch das Rehwild, setzen (gebären) zu dieser Zeit ihren Nachwuchs.

Allerdings wird in unserer heutigen Kulturlandschaft, ebenfalls genau in diesem Zeitraum, die Mahd durch die Landwirte/innen vorgenommen.

Bei unserem heimischen Rehwild kommen angeborene und von der Natur zum Überleben der Tierart angeborene Verhaltensweisen genau zum Zeitpunkt der Mahd erschwerend hinzu.

In den ersten Lebenswochen eines Rehkitzes gibt dieses so gut wie keine „Witterung“ an seine Umgebung ab. Auch bleiben Rehkitze bei Gefahr regungslos liegen (Drückerinstinkt). Zusätzlich und noch durch das Tarnmuster der Rehkitze begünstigt, sind diese somit seitens der Natur gut bis sehr gut vor eventuellen Fressfeinden geschützt.

Leider helfen diese von der Natur zum Überleben eingerichtete Eigenschaften keinesfalls um sich vor einem modernen Mähwerk zu schützen.

Somit kommen deutschlandweit jährlich etwa 100000 Rehkitze bei der Mahd zu Tode. Der Verein „Kitzrettung Limburg e.V.“ hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, die Landwirte/inne und Jäger/innen aktiv bei der Such und Rettungsaktion vor der Mahd zu unterstützen.

Durch diese Unterstützung versucht der Verein „Kitzretter Limburg e.V.“, gemeinsam mit Landwirten/innen und Jägern/innen, den möglichen Mähtod an der Tierwelt zu verringern und wenn möglich, gänzlich zu vermeiden. Trotz aller Mühen Seitens der Jägerschaft, den Landwirten/innen und sonstigen zahlreichen

Organisationen zur Kitzrettung kann ein Verlust jedoch nie zu 100 Prozent ausgeschlossen werden. Auch bei Einsatz modernster Drohnen und Wärmebildtechnik besteht immer ein gewisses Restrisiko.

Ein weiterer und sehr wichtiger Nebeneffekt der „Such und Rettungsaktion“ ist die Prävention der Erkrankung an „Botulismus“ von z.B. Pferden, Rindern Schafen oder ähnlichen Weidetieren.

  • Durch das Mähwerk getötete Tiere oder Tierreste stellen eine erhebliche Gefahr für z.B. Pferde, Rinder, Schafe oder ähnliche Weidetiere dar.

    Durch die bei der Mahd getöteten und so in das Heu oder die Silage eingebrachten Tiere/Tierreste (beispielsweise von Mäusen, Kaninchen, Hasen, Maulwürfen, Igeln, Rehkitzen) können bei der dann folgenden Futtergabe der Weidetiere diese vom sogenannten „Botulismus“ befallen werden.

  • Beim „Botulismus“ gelangen mit dem Futter (beispielsweise Heu oder Silage) aufgenommenen „Botulinumtoxine“, in den Organismus der jeweiligen Tierart. Eine Therapie erkrankter Tiere ist oft aussichtslos. Nicht selten verendet das mit „Botulismus“ befallene Tier an dieser Erkrankung.

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